Archive for the ‘Allgemein’ Category

Montag Tag +1

Dienstag, Februar 22nd, 2011

Moin Moin,

der letzte Berlinalebericht fürs Kulturmagazin Stoffwechsel ging diesmal tatsächlich live am Telefon über den Äther:)

Fast eine halbe Stunde lang gab es einen Berlinalerückblick…hat richtig Spaß gemacht.

Mein vorläufig letzter und damit 40. Berlinalefilm war

Ausente aus Argentinien. Gewinner des Teddy und…man muß ihn nicht gesehen haben. Als Kurzfilm hätte ich den super gefunden, auch die Idee passt dazu. Gezeigt wurde der Montag Nacht im Kino International, Panoramaleiter Wieland Speck hielt dazu eine kurze Einführung und begrüßte noch ein paar internationale Gäste im Kino.

Experimentell war der Kurzfilm, der als Teddygewinner davor gezeigt wurde und das Publikum in Filmexperiment-Fans und Konservative teilte.
Maya Deren’s Sink Ausschnitte aus ihren Filmen, Interviews und Aufnahmen des Hauses in dem die Filmemacherin gelebt hatte gab es als Collage und zugleich filmisches Experiment in- und übereinanderkopiert, eine Kollage eben, mit dem Waschbecken als Titelgeber, selbstverständlich wurde auch das als Projektionsfläche genutzt. Ein paar Minuten weniger wären auch OK gewesen.

So, das war es dann tatsächlich mit der Berlinale 2011 und mit dem Blog dazu. In den nächsten Tagen werde ich in der Artikelsektion (rechts) noch ein wenig Audio, Video und Bilder einfügen, um alles rund zu machen.

Freue mich, wenn ihr den Blog weiteremfehlt und Spaß beim Lesen, Kucken und Hören hattet.

bis später – chris

Sonntag Tag 11

Sonntag, Februar 20th, 2011

Chilliger Sonntag,
hier gibts alle Preise als PDF 🙂

61_IFB_Preise_2011

Meine Berlinaleübersicht 2011:

Wettbewerb…
True Grit
Almanya – Willkommen in Deutschland
El premio
The Future
Forum…
Utopians
The Ballad of Genesis and Lady Jaye
Panorama…
The Mortician
Dance Town
Romeos
Tomboy
Panorama Dokumente…
homo@lv
Porno Melodrama
Perspektive Deutsches Kino…
Stuttgart 21 – Denk mal!
Generation
Street Kids United (Spezial)
KPlus..
De Sterkste Man van Nederland
Bad o Meh
Keeper’n til Liverpool
Den kæmpestore bjørn
Sampaguita, National Flower
Mabul
Jutro bedzie lepiej
Knerten gifter seg
Une vie de chat
Las Malas Intenciones
HaDikduk HaPnimi
A Pas de Loup
Jørgen + Anne = Sant
KPlus Kurzfilme…
Lily
Land Of The Heroes
Pig
Det siste norske trollet
Thomas
chalk
Mokhtar
14Plus…
Jess + Moss
Stadt Land Fluss
Skyskraber
On the Ice
Apflickorna
Mit dem Bauch durch die Wand
El Chico que Miente
The Dynamiter
Frit fald
Red Dog
Shanzha shu zhi lian
West Is West
Griff The Invisible
14Plus Kurzfilme…
Manurewa

Macht dann 39 Spielfilme und 9 Kurzfilme (bis 30Min.)

So etwa 10 Spielfilme mehr hätte ich noch gerne gekuckt, bin aber einfach nicht dazu gekommen und etwa 20 Kurzfilme wärens noch gewesen auf meiner Wunschliste…

Bis später – chris

Samstag Tag 10

Samstag, Februar 19th, 2011

Ein paar Preisbilder nur, ist ja schon vier Uhr morgens…

61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. – 20. Februar 2011)

Pressemitteilung/Press Release

+++ SPERRFRIST Freitag, 18. Februar 2011, 19.30 Uhr +++

Berlinale 2011: Gläserne Bären bei Generation 14plus

Die Mitglieder der Generation 14plus Jury

Faysal Asfaha

Jonathan Curio

Leonie Goebel-Künnecke

Theresa Greiwe

Roberta Huldisch

Oskar E. Levis

Tara Mauritz

14Plus-Jugendjury Faysal Asfaha (mp3)

vergeben die folgenden Preise:

Gläserner Bär für den besten Film: On the Ice

von Andrew Okpeaha MacLean, USA 2011

14plus-gläserner-bär-regisseur-Andrew_Okpeaha_MacLean (mp3)

14plus-gläserner-bär-regisseur-Andrew_Okpeaha_MacLean-2 (mp3)

14plus-gläserner-bär-hauptdarsteller (mp3)

Dieser Film hat uns von der ersten Minute an gefangen genommen und bis zum Ende kein einziges Mal losgelassen. Mit einfachen Mitteln wird hier zwischen Einsamkeit und unendlicher Weite eine Atmosphäre von erstickender Enge geschaffen. Unser Gewinnerfilm entführt uns in eine Welt, die uns ganz und gar unbekannt war. Eine Welt, in der alles in Dunkelheit getaucht scheint, obwohl die Sonne nie untergeht.

Lobende Erwähnung: Apflickorna

von Lisa Aschan, Schweden 2011

Gefühle zeigen macht verletzlich. Wer verletzlich ist, verliert die Kontrolle. Ein Spiel zwischen Liebe und Macht. Ein Film, der verwirrt und verstört, einen gleichsam erkalten und erstarren lässt, der eine Lawine von Gedanken, von Fragen, aber auch von Antworten aufwirft.

Gläserner Bär für den besten Kurzfilm: Manurewa

von Sam Peacocke, Neuseeland 2010

Diesem Film gelingt es, in kürzester Zeit unabhängige Handlungen und Persönlichkeiten zu etablieren, sie gekonnt zu verdichten und in einem alles verändernden Schicksalsschlag zusammenzuführen. In unserem Gewinnerfilm gibt es nicht nur Opfer und Täter, nicht nur Schuldige und Unschuldige, sondern vor allen Dingen Menschen.

Lobende Erwähnung: Get Real!

von Evert de Beijer, Niederlande 2010

Aggressiv, innovativ und explosiv. Ein Angriff auf die Sinne. Ein Film, der für uns ständig auf dem Grat zwischen Abartigkeit und Genialität balanciert. Eine hektische Aneinanderreihung von Farben, Handlungen und Detailreichtum. Ein Film, wie wir ihn noch nie gesehen haben.

Und ich habs noch geschafft, zwei Preisträgerfilme gleichzeitig anzukucken:

Preisträger des Jahres 2011 ist der Film The Ballad of Genesis and Lady Jaye von Marie Losier(USA/Frankreich 2010)

Gleichzeitig wurde der Film als bester Dokumentarfilm mit dem Teddy ausgezeichnet.

Gute Nacht und bis später…chris

Freitag Tag 9

Freitag, Februar 18th, 2011

Moin Moin vom Tag 9 der Berlinale!
Heute werden schon jede Menge Preise vergeben, Calligari Filmpreis und Gläserne Bären in der Sektion Generation 14Plus.

Als einmalige Vorstellung lief gestern in Generation
Street Kids United, der Film zum Streetkids Soccer Cup 2010 in Südafrika.

Der Regisseur folgt den jungen Fußballspielerinnen und Spielern des Projektes Umtombo in Durban. Dort fand 2010 der erste Streetkidssoccer Worldcup statt. Umtombo ist eine Anlaufstelle für die Straßenkinder und eines der angebotenen Programme ist eben das Fußball spielen. Die Kamera folgt den Kids vom Spiel auf der Wiese ins sichere Haus von Umthombo und von dort wieder auf die Strße. Langsam wird das Publikum mitgenommen auf eine Reise, die weit in das Leben der Kinder hinein führt und kaum etwas des Strßenlebens ausläßt. Je länger die Dreharbeiten dauern, desto dataillierter wird das Bild von diesem Leben auf der Straße. Natürlich wird alles entlagn des Fußballspieles gezeigt, Training, Mannschaftsauswahl, als Höhepunkt die Weltmeisterschaft, aber dann geht es auch zu Familien oder eben wieder auf die Straße zurück, bevor dann am Ende des Filmes nochmal die Kids-dann zur regulären Fußball-WM besucht werden und das Publikum erfährt, wie es weiterging. Während der Dreharbeiten startete die Stadtregierung die Kampagne – Kinder weg von der Straße, damit zur WM alles straßenkinderfrei ist. Massenweise wurden Kids mit Gewalt aufs Land verschleppt, damit sie optisch der WM nicht im Wege stehen. Auch von der Mannschaft der Streedkids von Umthombo verschwanden zwei Spieler durch diese Verschleppungsaktion. Die Dokumentation läßt tatsächlich wenig aus und die Kids werden da gefilmt, wo sie sind und nicht extra in Szene gestzt. Eben genau so, wie eine gute Dokumentation sein soll und auch die Kameraarbeit lieferte gute Ergebnisse, egal ob bei Tag beim Spiel oder in der Nacht auf der Straße.

Regisseur Tim Prichard (mp3)

Mitgründerin von Umthombo und der Fußballcoach (mp3)

Danach stand mein erster koreanischer Film im Panorama auf dem Programm – Dance Town, der eine Flucht aus Nordkorea und das neue Leben in Seoul zeigt.

Mit Tanzen hat der Film allerdings wenig zu tun, es geht eher um Schicksalsschläge und ein ungewolltes neues Leben, in dem es keine Kontinuität sondern nur ein stetiges Abwärts gibt.

Flucht, Verhaftung, ungewollte Schwangerschaft, Einsamkeit, Perspektivlosigkeit, Vergewaltigung und bestohlen werden. Nur einige der Schlagwörter, die auf diesen Film zutreffen.

Der Regisseur sieht das als Tanz des Lebens, erklärte er im Anschluß an die Filmaufführung und der Film ist der Dritte in seiner Reihe von Stadtfilmen, in denen viel Platz für Depression und Verzweiflung ist.

Etwas überflüssig fand ich die ungewollte Schwangerschaft eines Mädchens, dessen Schicksal als Nebenstrang verfolgt wird, und scheinbar nur eine weitere Deprimierende Zutat zum Tanz in der Stadt werden sollte.

mehr dazu von Regisseur Jeon Kyu-hwan im Kinogespräch: Dancetown (mp3)

Ebenfalls in Panorama gabs Romeos –  eine deutsche Produktion von Regisseurin Sabine Bernardi.

Ich schreib einfach mal nur Prima Film!

Hier ein Stück aus dem Kinogespräch: Romes-Kinogesräch (mp3)

So, jetzt noch schnell fürs Radio ein wenig Texte einsprechen und dann ab ins Kino, die zwei Preiseverleihungen werden sicher spannend und es warten ja noch mehr Filme darauf noch gesehen zu werden, ob mit oder ohne Preise;)

Bis später – chris

Donnerstag Tag 8

Donnerstag, Februar 17th, 2011

Hola,

meine Filme vom Mittwoch:
Porno Melodrama aus Litauen

Ein griechisches Melodram in der heutigen Zeit.

Gut, dass ein Film aus Litauen dabei ist, noch dazu einer, der trotz Zugehörigkeit zur EU in Litauen unter Strafe gestellt werden könnte,

denn auch ohne explizite Sexszenen gilt der Film dort als positive Darstellung von Homosexualität und der Regisseur kann deswegen dort juristische Konsequenzen erwarten,

falls der Film auch nur auf einem Festival läuft. Weitere entsprechende Gesetze sind in Planung meinte der Regisseur.

Begeistert hat mich der Streifen allerdings nicht.

homo@lv aus Lettland

Die Dokumentation befasst sich mit der Queer Community in Lettland und dort speziell mit dem Gay Pride, dem dortigen Umzug zum Christopher Streetday.

Der Protest dagegen erinnert an einen anderen Dokumentarfilm, in dem Konservative und Rechtsextreme das Schwullesbische Filmfest in Lubjana angegriffen haben.

Hier ziehen ganze Parteien gegen die Queer Community in Propagandafeldzügen auf, eine No Pride Organisation gründet sich, macht Propaganda aus Angst vor Schwulen und Lesben,

kooperiert mit Kirchen, Konservativen und Extremisten, die in Kooperation mit der Presse Hetze und Fehlinformation betreiben.

Der Regisseur verfolgt das Thema auch auf einer Journalistischen Ebene, läßt alle zu Wort kommen und es wird schnell klar, dass Demokratie und die Trennung von Staat und Kirche hier nur

ein Mythos sind. Als Gegenentwurf ziehen die Konservativen ein Familienfest hoch, absurde Widersprüche in ihrem Verhalten erkennen sie natürlich nicht.

Selbst die Queer Szene spaltet sich in den Verein Mosaik, der den Pride mit europäischer Unterstützung durchzieht und die Queerorganisation ILGA, die sich zurückzieht und nicht mehr auf die Straße gehen will, um keine Angriffsfläche zu bieten. Absurd in diesem Zusammenhang ist sicher die Kooperation der ILGA mit No Pride, und der Kirche.

Quasi genau das Gegenteil begegnete mir dann im Film Stadt Land Fluß in der Sektion Generation.

Eine Liebesgeschichte mit dokumentarischen Elementen, die auf einem Großagrarbetrieb auf dem Land in Brandenbrug spielt.

Es geht mit Wasser los, Feldbewässerung und die Kamera folgt der Beregnungsanlage, bevor wir zu den jungen Agrararbeiterinnnen und Arbeitern kommen, die den Umgang mit den Kälbern lernen sollen.

Arbeit auf dem Großbauernhof, eigentlich Großagarbetrieb, Lehrlinge unterwegs, fachlich Anleitung, Berichte schreiben, vorlesen, ernten, Stall ausmisten, Kühe markieren, Trekker fahren, eben alles was dazu gehört.

Gemeinsames Essen, Gespräche, ein kleiner Flirt am Arbeitsplatz, alles nur auf der oberflächlischen Ebene  bei Marco. Für ihn scheint es nur seine Arbeit oder seine Freizeit zu geben, die er nicht mit den anderen verbringen will und Alkohol trinkt er auch keinen, warum also dann mit den anderen Lehrlingen rumhängen, die finden ihn mittlerweile eh kauzig.

Als der neue Praktikant Jacob auftaucht ändert sich das ein wenig und die beiden arbeiten gerne zusammen, suchen Freundschaft und kommen sich näher, langsam, vorsichtig, was ihnen aber alles aber trotzdem  andere als leicht fällt. Zusammen machen sie einen Tag blau, fahren in die Großstadt Berlin, sprechen über Wünsche, Träume und Sehnsüchte, verbringen eine gemeinsame Nacht im Auto und doch kehren sie zurück in ihren Alltag, zunächst auf Distanz, so einfach ist die Liebe dann doch nicht…

Die Lehrlinge und ihre Chefin mit dem Regisseur (r.)

Die Hauptdarsteller und Crew (v.l.)

Manchmal verliert sich die Geschichte ein wenig in der Landschaft und der Regisseur scheint Brandenburg als Hauptdarsteller entdeckt zu haben,

Fälder, Wälder, Wiesen, Kühe, Seen…aber dann kommt er wieder zurück zur Geschichte, die doch recht langsam aufgebaut wird und das Publikum mit den ländlichen Abreiten auf dem Betreieb vertraut macht. Lehrlinge bei der Arbeit werden beobachtet, Dienste werden eingeteilt und besprochen, WG-Gespräche belauscht oder die Azubis auf dem Netto-Parkplatz in ihrer Freizeit beobachtet. Eines funktioniert sehr gut im Film: Er vermittelt, dass es nicht leicht ist, mit Gefühlen umzugehen und dass sich verlieben nichts mit dem Geschlecht des Gegenübers zu tun haben muß. Einfach, dass es ganz normal ist, sich zu verlieben. Das tröstet dann auch über manche Verkünsteleien hinweg und läßt einen dann auch die dokumentarische Landarbeit, die wenig mit der Liebesgeschichte zu tun hat, akzeptieren. Die beiden Hauptdarsteller waren dann auf der Bühne im HdKW nicht so dolle und wollten, nachdem sie explizit dargestellt hatten, dass sie nicht schwul sind und das nur unter Alkoholeinfluß spielen wollten, lieber zu anderen Dingen, als Kußszenen und Co befragt werden-schwache Leistung sag ich dazu. Im Film liefern sie trotzdem ne prima Leistung ab. Insgesamt fällt mir zum Film auf dem Land hinter Berlin noch Reinald Grebe mit Brandenburg ein 😉

Mehr Filme wurden es dann auch nicht mehr, denn es war noch eine kleine Kurzfilmparty im Schwuz angesegt.

Heute steht Fußball in Street Kids United auf meinem Programmplan und ich lasse mich überraschen, obs auch mit dem Interview und Co gut klappt, ausserdem hat endlich Jess + Moss Premiere – mein Favorit dieses Jahr in 14 Plus (Interview-weiter unten), neben On The Ice.

Bis später also, von der Berlinale chris

Mittwoch Tag 7

Mittwoch, Februar 16th, 2011

Moin Moin,

nach längerem Texte Schreiben und fleißigem Audioschnitt, hier die ersten Egebnisse:
El Chico que Miente-Der Junge, der lügt – Hauptdarsteller und Regisseurin im Interview, auch die Produzentin kommt kurz zu Wort. Vielen Dank für die Übersetzung an Anja Riefschläger!

el_chico_que_miente_01 (mp3)

el_chico_que_miente_02 (mp3)

Mehr zum heutigen Programm dann am frühen Morgen wieder – chris

Dienstag Tag 6

Dienstag, Februar 15th, 2011

Zwei Uhr Morgens entwickelt sich gerade zu meiner Standardzeit, um die für mich die tägliche Berlinale endet.

Nicht zuletzt hat das was mit den nicht ganz so schnellen S-Bahn und Busverbindungen zu tun.

Meine Filme vom Dienstag in der Übersicht:

The Future

Trotz netter Ideen hat mich der Film aus dem Wettbewerb gelangweilt. Die Geschichte wirkt durch und durch künstlich und auch die Charaktäre schaffen es trotz der zahlreichen  Konflikte und komischer Situationen nicht, dem Streifen Leben einzuhauchen. Es passiert so viel und doch wirkt es, als hätte jemand die Zeit angehalten. Der Verdienst der Regisseurin Miranda July geht für mich dahin, dass sie es schafft, selbst der lustigsten Szene einen depressiven Unterton zu verleihen. Selbst eine Sprechende Katze, von der wir Hhauptsächlich die Pfoten sehen hat einen Humor, der zwar nicht düster, aber depressiv wirkt…zum Glück darf sie sich am Ende des Filmes verabschieden – wenn sie es früher gemacht hätte, wäre auch das von den Protagonisten, die sich mit Ende 30 in ihrer Midlifecrisis befinden nicht bemerkt worden und hätte wohl keine Rolle gespielt. Mit dem Mond sprechen, Zeit anhalten, Beziehung retten, die Klimakatastrophe aufhalten, fremd gehen, Job verlieren, auf der Suche sein, etwas neues finden…äh ja…so könnte die Aufzählung weitergehen. Zeitverschendung.

Apflickorna – She Monkeys

Longieren/Voltigieren ist die Sportart, die Cassandra und Emma erstmals zusammenbringt. Zusammen trainieren, Dehnungesübungen und gemeinsame Freizeeitvergügen scheinen die beiden zusammenzuschweißen und auch Jungs haben da keine Chance dazwischen zu kommen. Qualifikation für den Wettbewerb und Erfolg sind dann aber wichtiger als alles andere und die aufkeimende Liebesbeziehung hat keine Chance. Nebenbei wird noch die Geschichte von Emmas kleiner Schwester erzählt, die in ihren Cousin verliebt ist, der öfter als Kindermädchen auf sie aufpasst und dann ist da noch der alleinerziehende Vater und der Hund, der trainiert werden muß. Eine Kleinfamilie, die nicht wirklich miteinander kommunizieren kann und wieder ein Film in dem das miteinander Reden, Problemlösungen suchen aufgrund persönlicher Probleme nicht funktioniert. in She Monkeys geht aber auch einiges ohne Worte, dennoch ist die geschichte etwas zu vollgestopft. Statt sich auf Emma zu konzentrieren, muß noch die kleine Schwester mit in die Geschichte, doch eine große Rolle spielt das Schwesternleben nicht und ein zwei Szenen hätten da schon ausgereicht. So wirken der Erzählstrang abgehackt und unterbrochen, was der Geschichte nicht gut tut. Trotzdem ein engagierter Film, der auch von den Darstellerinnen sportliches Können erforderte, das sie, wie die Regisseurin im Publikumsgespräch zugabe, innerhalb von drei Monaten erlernen mußten. Schön, dass auch mal auch eine Beziehung zwischen Mädchen Platz im Generationprogramm findet, wenn auch ohne Happyend.

On the Ice – Auf dem Eis

Ein Krimi auf dem Packeis und zugleich eine Geschichte über Freundschaft und Probleme der Community. Es ist kalt im Frühjahr auf dem Eis. Die Dorfjugend feiert gerne und verbringt die Freizeit mit Beats und Raps und die Jungs dürfen sich Battlen, das Publikum entscheidet dann schon, wem was gefällt. Zwischendurch gibts Alkohol, es wird gekifft und ganz neu, auch die Kunstdroge Meth geraucht. Aber auch Gemeindeveranstaltungen und traditionelle Tänze und Gesänge spielen für die Gemeinschaft eine wichtige Rolle – die eigene Kultur nicht vergessen oder vielmehr kennenlernen ist in dieser Zeit wichtig, in der sich so vieles so schnell verändert. Soziale Kontrolle durch die Gemeinschaft funktioniert nicht mehr so ganz wie früher. Und die Strukturen wirken durch und durch patriarchal – die Männer gehen auf die Jagd und die Frauen bleiben zuhause, werden Freundin oder Mutter, tauchen als Oma auf, die noch die eigene Sprache spricht, die nichts mit dem amerikanischen Englisch zu tun hat. Qalli und sein bester Freund Aivaaq machen zusammen Musik und gehen gemeinsam auf die Jagd und während der Eine der clevere ist, ist der andere mehr der Draufgänger. Aivaaq nimmt Drogen und auch seine Freunding ist schon schwanger, während Qalli demnächst weggehen wird um eine höhere Schule zu besuchen, Tradition pflegt und sich von Drogen eher fernhält. Als es auf die Robbenjagd gehen soll, ist Aivaaq schon mit James unterwegs, als Qalli ihn abholen will und er muß mit seinem Schneescooter nur den Spuren im Eis folgen, um die beiden einzuholne, doch schon von weitem bemerkt er, dass etwas nicht stimmt und mit dem Fernglas sieht er nur, wie sich die beiden neben dem ihrem umgekippten Schneescooter prügeln. Als Qalli ankommt versucht er dazwischenzugehen und im Handgemenge wird James getötet. Eigentlich ein Unfall, doch alles läuft von da an vollkommen falsch und gerät ausser Kontrolle, James wird in einem eisloch im Wasser versenkt und die Blutspuren werden entfernt. Bei der Rückkehr geht dann eine Suchaktion los, denn die Jungs behaupten James sei in eine Eisspalte gefahren. Abgesehen von den logistischen Herausforderungen, im Packeis zu drehen und bei frühlingshaften Temperaturen um die -20 Grad, wird hier eine brandheiße Geschichte erzählt. Die Darsteller bieten dem Publikum Platz mitzufühlen und Teil von etwas zu werden. Geschickt werden die aktuellen Probleme der Gemeinschaft in der nördlichsten Stadt der USA Teil der Erzählung. Nichts wirkt zu gekünstelt oder aufgesetzt. Zwischendurch hätte ich mir noch ein wenig mehr Thrill gewünscht, doch es wird einfach gut erzählt und das Publikum weiß bis zum Ende nicht, wo diese vielen Unwahrheiten und Lügen hinführen werden. Nur am Rande sollte bemerkt werden, dass die Berlinale ihre Datenbank der Filmsprachen um den Begriff ‚Inupiaq‘ erweitern mußte, da On the Ice der erste Film in 61 Jahren Berlinalegeschichte ist, in dem die Sprache der Polarkreibewohner gesprochen wird. Ein empfehlenswerter Film Über Freundschaft, Tradition, Drogen und natürlich Unwahrheiten.

The Mortician – Der Totengräber

Mein erster Berlinalefilm in 3D! und das schon auf meiner 16. Berlinale 😉 Sogar der Berlinaletrailer ist da in 3D zu sehen-schön das. Allerdings hatte ich zu Tagesabschluß ein wenig mehr auf Thrill, Blood und Suspense gesetzt, bekam aber stattdessen einen 3D Inependent-Leichenhallenfilm mit Arthausansprcch zu sehen – HaHa. Der Film spielt nach dem Niedergang der Gesellschaft durch Bankenpleiten und Korruption. Einer der sichersten Jobs ist der des Leichenbestatters, gespielt von Methodman, der sich mit Hingabe um die Ermordeten und üpbrigen Toten küpmmert, die ihm angeliefert werden. Sogar in seiner Freizeit betätigt er sich als Tierpräparator mit unglaublicher Hingabe. Er wirkt so deplaziert mit seiner großen Hornbrille, dem Bowlerhat und seinem langen Mantel, in dieser Umgewbung aus Müll, Verfall und Elend, dass bei mir der Skurilitätseffekt, die schauspielerischen Schwächen des Musikers schnell wieder wett machte. Die 3D  Qualität überzeugte mich durchgehen, trotz kleiner Schwächen und zwischendurch könnte der Arthausfilm auch als Dokumentation urbanen Verfalls durchgehen, so gut sind Orte und Einstellungen gewählt, wäre da nicht die weniger spannende Handlung des Spielfilmes. Kurzgeschichte-Totengräber beobachtet Leichenentsorgung im Kanal und wird von Junge dabei beobachtet. Tote ist Mutter des Jungen. Gangster bekommt mit, dass er beobachtet wurde und will Jungen loswerden. Onkel des Jungen ist auf Bewährung und arbeitet beim Leichbestatter. Gangster bekommts mit – Höhepunkt – Schluß. Abwechslung für den Leichbestatter – Prodtituierte und am Ende des Filmes lädt er sie zum Essen ein und sie erzählt, dass sie so arbeitet, damits ihrem entfernt lebenden kleinen Sohn besser geht. Bitte sprengt jemand diesen Drehbuchautor, der Frauen eigentlich nur als Opfer in deisen Film schreibt und dessen Rollenzuweisung klar darin besteht, dass Frauen Mütter zu sein haben und die Plagen egal in welchem Job möglichst durchbringen müssen und dass sie den Männern trost spenden müssen, damit es denen besser geht. Selbsverständlich sind Männerrollen ebenso stereotyp gezeichnet. So ist das wohl in einer zusammengebrochenen Gesellschaft, wo alle dann wieder Jäger und Sammler werden. Aktion gibts keine große im Film, einmal eine Verfolgungsjagd, die letztendlich in gefühlduseligen Dialogen und geheule endet und natürlich mit einem Totengräber, der den armen und Leidenden hilft und nebenbei noch sein Kindheitstrauma, den Verlust seiner Mutter bewältigt…ist euch das zu viel? Was solls-gutes Sounddesign, ein angenehmer Score und ein Soundtrack mit Mehodman und Co entschädigen zusammen mit der guten 3 D Umsetzung und den vorhing schon genannten urbanen Landschaften. Hier ein paar Worte des Regisseurs, nach der Premiere im Cinestar.

QandA-The_Mortician (mp3)

Jutro bedzie lepiej – Morgen wird alles besser-Das Interview mit Regisseurin Dorota Kedzierzawska – Danke an Kameramann, Produzent und Editor Arthur Reinhart für die Übersetzung!!

Morgen wird alles besser – Die Regisseurin (mp3)

Viel Spaß beim Reinhören.

Der Generation-Empfang in der Kalkscheune war wieder ein kleiner Höhepunkt des Festivals.
Viele Leute, gute Gespräche und frisch vereinbarte Interviews, die zum großen Teil heute stattfinden:)
Fast etwas zu früh um diese Zeit, freue mich aber schon auf die Regisseurin und die Darsteller von

Jutro bedzie lepiej – Morgen wird alles besser, die ich in einer Stunde treffen werde und auf die Regisseurin von

El Chico que Miente – Der Junge der lügt, die heute ihre zweite Vorstellung im Haus der Kulturen der Welt haben werden.

Bas van Prooijen und Iker Fernández

Bas ist Hauptdarsteller in – De Sterkste Man van Nederland-Der stärkste Mann von Holland
Mein Startfilm:

The Future – im Wettbewerb.

Bis später 😉

chris

Montag Tag 5

Montag, Februar 14th, 2011

Allzu viel hab ich heute nicht im Kino gesehen…Kurzfilme, mit jeder Menge Tiere, die getötet werden, teils aus Versehen oder in guter Absicht…
Aber statt Film gabs dafür ein paar neue Interviewtermine und ein Gespräch mit dem Regisseur von:
Mabul – Die Flut
auf dem Empfang von Generation.

mabul-01

mabul-02

Hört rein!

So, heute hat alles ein wenig länger gedauert,

sitze gerade noch über meinem Radiobeitrag für Z und wollte dabei schon längst im Kino sein.

Also kurzfristig alles geändert und es werden Kurzfilme zu meinem heutigen Festivalauftakt-falls alles klappt.

Von heute Nacht noch ein wenig Material und Infos:

Schon bin ich wieder in Friedrichshain angekommen und es ist erst kurz vor zwei Uhr morgens 🙂

Deswegen hier noch eben das Interview mit Clay und Sarah – Regisseur und Hauptdarstellerin von Jess + Moss.

Der Film hat in der Sektion Generation erst am Donnerstag Premiere, aber ich hatte schon die Gelegenheit ihn zu sehen und finde ihn sehr gut!

Das Interview hat 5 Teile: cc-3.0-2011 chris bellaj

Clay und Sarah-jessandmoss-01

Clay and Sarah-jessandmoss-02

Clay and Sarah-jessandmoss-03

Clay and Sarah-jessandmoss-04

Clay and Sarah-jessandmoss-05

na dann erstmal viel Spaß beim Reinhören … – bis später chris

Sonntag Tag 4

Sonntag, Februar 13th, 2011

Moin Moin,

grade hab ich den Samstagseintrag fertig geschrieben und schon gehts los zum Interviews führen…

8 Stunden später…Interviews waren prima, heute Nacht gibts hier definitiv was zu hören:)

Und hier kommt das Interview mit


Vielen Danke für die Übersetzung an: Gabriele Auensen-Borgelt!
zum Film:
Jørgen + Anne = Sant oder Totally True Love oder Jørgen + Anne = Für immer

anneundjürgen-fürimmer-1

anneundjürgen-fürimmer-2

Red Dog war dann mein erster Film.

Eine australische Legende wird vorgestellt, eigentlich erzählt.

Tatsächlich scheint es diesen Hund gegeben zu haben, von dem alle so begeistert waren.

Den Film fand ich dann auch recht lustig und nach einem kurzen Gespräch kann ich Festivalcodirector Florian Weghorn zustimmen – ein Heimatfilm der neuen Art, wie hierzulande „Wer früher stirbt ist länger tot“.

Wir erfahren etwas über Land und Leute, aus einer Gegend, in der es früher nur Arbeiter aus aller Welt gab, natürlich haupsächlich Männer, die als Minenarbeiter unterwegs waren.

Und Red Dog spielte da eine besondere Rolle und den Anstoss zur Geschichte gab ein Denkmal für diesen Hund.

Gleich geht es in The Dynamiter, in dem es um eine Familie geht, die sich nich einfach zusammenhalten lässt.

Und danach gehts in die Generationlounge.

Samstag – Tag 3

Sonntag, Februar 13th, 2011

Ein langer Samstag liegt hinter mir.

Mit der Pressevorstellung von Alemanya – Willkommen in Deutschland ging es los.

Eine Geschichte über Emmigration nach Deutschland aus Sicht einer türkischen Familie.

Was nach Geschichtsunterricht klingt, entpuppt sich als angenehm witzige und leichte Komödie, in der für fremdenhass und Nazis kein Platz ist.

Stattdessen wird eine Familiengeschichte für den Kleinsten in der Familie erzählt, der selber garkein Türkisch mehr sprechen kann, aber trotzdem wissen will,

wieso Oma und Opa mal nach Deutschland gekommen sind.

Also führt uns der Film in ein kleines anatolisches Dorf und damit wir und der kleine Junge alles besser verstehen, müssen die Türken da natürlich alle deutsch sprechen, was die Sache in schnellem Tempo erzählt auch noch heiterer macht und das Leben und Sitten vor Ort nicht nur verständlicher macht fürs breite Publikum, sondern auch Barrieren abbaut, die vielleicht noch in den Köpfen der Leute da sind.

Zwischendurch geht es dannn auch noch in die Türkei, nachdem Oma und Opa ihren deutschen Pass abgeholt haben, denn Opa hat ein Haus und ein Grundstück im alten Dorf gekauft und die ganze Familie soll ran, um alles fit zu bekommen.

Es gibt also jede Menge unterbrechungen in der Geschichte, Nebenstränge und Ereignisse, die den gemeinsamen faden der geschichte ergeben und das Publikum keine Sekunde alleine zurücklassen.

Damit die Situation in Deutschland verstädnlicher wird, reden natürlich die frisch gerufenen Gastarbeiter in Deutschland Deutsch – also türkisch und die Deutschen reden einen palttdeutsch anmutenden  Dialekt, der fürs Deutsche Publikum mindestens so fremd klingen wird, wie für die Türken im Film.

Selbstverständlich gibt es auch türkische Dialoge, die dann mit Untertiteln übersetzt werden, aber das wirkt dann irgendwann ganz natürlich und trägt zum Scharm des Filmes bei.

Gandenlos werden auch unterschiedliche Handlungsstränge und Filmische Effekte genutzt um die Geschichte spannender zu machen. Unterschiedliche Ebenen, die sich gut verknüpfen lassen.

Spaßig und sehenswert ist meine Einschätzung.

Sehenswert!

Danach ging es für mich wieder ins Haus der Kulturen der Welt zu einer peruanischen Geschichte: Las Malas Intenciones

nachdem ich am Freitag schon El Premio gesehen hatte, passte dieser Film ganz gut in mein Programm.

Diesmal die Geschichte eines Mädchens, das in Peru zu einer zeit lebt, als gerade der Krieg zwischen Guerilla und regierungstruppen offen ausbricht.

Las Malas Intenciones wird in einem schnellen rhythmus erzählt, die Ereignisse überschlagen sich fast und Höhepunkt ist die geburt des Bruders, an desssen geburtstag die Hauptfigur ihren eigenen Tod kommen sieht.

das nahende baby sieht sie als Bedrohung, ihn als Ersatz für sich selber, weil sie für ihre Mutter und den neuen Mann wohl nicht mehr gut genug ist.

Dabei geht es um Mythen und Befreiungskämpfe, Krankheiten und gesellschaftliche Konflikte, immer aus einer egoistischen Sichtweise der wohlbehüteten reichen Protagonistin aus der Oberschicht gesehen.

Ihr folgt die Kamera und sie kann wirklich eine Plage sein.

Wer ihr etwas anderes erzählen will, wird ignoriert, selbst ihre beste neue Freundin scheint sich gegen sie verschworen zu haben und für das Baby zu sein.

Doch irgendwann kommt die Erkenntnis und die gestorbenen Helden aus der Vergangenheit, denen längst Denkmäler gesetzt wurden, können ihr dabei nur wenig helfen, denn die Heros sind ja schon längst vergangen.

Teils düstere Bilder und eine realistische Umgebung machen deutlich, wie aufwendig die Produktion war, auch wenn das die Hauptfigur nicht sympathischer macht, mit ihren Macken und dem gnadenlosen Egoismus eines reichen, verwöhnten Einzelkindes.

Eine Liebesgeschichte bildete meinen filmischen Abschluß: Shanza Zhu Schi Lian – Under the Hawthorne Tree.

Eine Liebesgeschichte zu Zeiten der Kulturrevolution.

Liebe unter den Jugendlichen darf es nicht geben, Linientreue und Pluspunkte sammeln, keine Fehltritte und alles geben für die Kulturrevolution steht auf dem Plan, der zu erfüllen ist.

Und doch passiert es, eine Liebe, einfach so und ungeplant.

Klar, dass das nicht offen gezeigt werden darf, weder Eltern noch Freunde oder die Arbeitsstelle dürfen davon erfahren.

Jede Menge Tränen am Ende des Filmes liefen über die Wangen des Publikums, obwohl ich zwischendurch doch sehr amüsant 🙂

Tatsächlich hat der Film seine stärksten Momente, wenn es keine Dialoge gibt.

Das Filmpärchen war dann auch fürs Q&A anwesend.

Mehr dazu demnächst…

Ebefalls Premiere hatten West is West und HaDiduk HaPnimi.

Beides empfehlenswerte Filme, über die ich demnächst mehr berichten werde.

Jetzt muß ich erstmal los ins Filmtheater am Friedrichshain, Jörgen und Anne interviewen…danach gehts zum Regisseur von Jess+Moss und seiner Hauptdarstellerin.

Bis später also

chris

Almanya – Willkommen in Deutschland

Tag 2

Freitag, Februar 11th, 2011

El Premio – The Prize war mein heutiger Eröffnungsfilm am zweiten Tag der Berlinale.

Die Geschichte ist in den 70er Jahren zur Zeit der Diktatur angesiedelt und der Film zeigt alles konsequent aus der Perspektive des kleinen Mädchens.

Die kleine Familie ist ans Meer geflohen, in ein kleines Häuschen, irgendwo ins Nichts.

Eine aufregende Geschichte und doch ein ruhiger Film über ein ernstes Thema.

Nach dem Film traf ich Andrea Kuhn – die Leiterin des Nürnberger Menschenrechtsfilmfestivals Perspektive und wollte natürlich von ihr erfahren, ob so ein Film auch in das Programm des Nürnberger Festivals passen könnte.

Andrea Kuhn

Andrea Kuhn-Menschenrechtsfilmfestival Perspektive

(www.fitame.de)

Das Interview mit ihr gibts als mp3-per Klick!

Andrea Kuhn zu el premio (cc-3.0-2011-chris bellaj)

Heute abend um 22:30 hat die Koproduktion aus Mexiko, Frankreich, Polen und Deutschland ihre Premiere im Berlinalepalast.

In wenigen Minuten steht die Eröffnung der Sektion Generation KPlus auf meinem Programm.

Die Sektion ist dieses Jahr erstmals nicht mehr im Zoopalast, sondern im Haus der Kulturen der Welt untergebracht und auch die Sektion für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist mit eingezogen, 14Plus wanderte vom Babylon in Mitte hierher.

Jørgen + Anne = Sant oder Jørgen + Anne = Für immer

Eine Geschichte übers erste Verliebtsein, die erste Eifersucht und die fatalen Folgen eröffnet dieses Jahr diese Sektion.

Allerdings lernen wir auch, dass es zwar nicht gut ist, etwas schlechtes zu tun, dass es aber darauf ankommt, wie man sich hinterher verhält und mit dem umgeht, was man angestellt hat.

Wie soll man auch mit 9 1/2 Jahren gut mit Liebe und Eifersucht umgehen können, wenn der Freund vielleicht doch lieber das andere Mädchen mag und Verliebt sein doch eigentlich doof ist?

Clever erzählte Geschichte mit der Kamera auf Augenhöhe der Kids.

Griff The Invisible erzählt seine Geschichte über Superhelden und Superschurken auf eine ungewöhnlichere Weise.

Es dauert seine Zeit, bis das Publikum hinter die eigentliche Geschichte kommt, auch wenn man gleich ahnen kann, dass hier nicht alles Gold ist, was glänzt-oder vielleicht doch und es kommt nur auf den Galauben und die Perspektive an?

Genau darum geht es nämlich.

Wie lange darf ich an meiner eigenen Welt festhalten, bevor mich alle für verrückt erklären?

Die Crew gibts hier beim Q&A als kurzen Videoclip aus dem Haud der Kulturen der Welt…

Griff The Invisible – Q&A (ca. 55mb)

Jetzt aber erstmal ein paar kurze Infos ans Radio senden.

bis später-chris

61. Berlinale 10.-20. Februar 2011

Donnerstag, Februar 10th, 2011

Hallo zum Berlinaleblog 2011!

Gerade komme ich aus der Vorstellung von True Grit, dem Eröffnungsfilm, der in Anwesenheit der Regisseure und DarstellerInnen in einer Galavorstellung die Berlinale diesmal startet, ausser Konkurrenz, also ausserhalb des Wettbewerbes.

10 Tage lang erwarten Euch unter dieser Adresse aktuelle Informationen rund um das Festival, für die im Radio zu wenig Zeit ist oder die einfach in Bild, Audio und Text hier nochmal ergänzt werden.

Bild von der Frontseite des Berlinalepalastes am Potsdamer Platz

Blick auf den Bären

Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen, Hören und Reinkucken und freue mich auf Feedback.

Chris Bellaj

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